Zwar surfen in Deutschland immer noch viele Internetnutzer mangels Breitbandanschluss per analogem Modem im World Wide Web, doch mit rund 20 Millionen Anschlüssen ist DSL („Digital Subscriber Line“) die meistgenutzte Technologie für das Surfen im Netz.
Die Geschwindigkeit einer DSL-Leitung wird in Kilobit pro Sekunde (kbit/s) oder Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Ein Megabit entspricht 1.024 Kilobit.
Die am häufigsten angebotenen Geschwindigkeiten sind folgende:
| Anschluss | Download-Rate | Upload-Rate |
| DSL 1.000 | 1 Mbit/s | 128 kbit/s |
| DSL 2.000 | 2 Mbit/s | 192 kbit/s |
| DSL 6.000 | 6 Mbit/s | 676 kbit/s |
Informationen zur Verfügbarkeit von DSL an Ihrem Wohnort finden Sie hier. Neben DSL gibt es noch folgende Arten von breitbandigen Internetzugängen:
ADSL2+
ADSL2+ ist eine Weiterentwicklung von DSL und wird von fast allen Telekommunikationskonzernen mit einer Download-Geschwindigkeiten von 16 Mbit/s angeboten. Nur Versatel hat einen 20-Mbit/s-Zugang im Portfolio. Über die ADSL2+-Leitungen von Deutscher Telekom und Hansenet wird auch internetbasiertes Fernsehen, das sogenannte IPTV („Internet Protocol Television“) angeboten. Bei T-Home, der Festnetzsparte der Deutschen Telekom, heißt die 16 Mbit/s schnelle IPTV-Variante „16plus“. Bei Arcor reicht für IPTV ein DSL-6.000-Anschluss aus.
VDSL
Mit VDSL („Very High Speed Digital Subscriber Line“) ist in der Regel VDSL2 gemeint, da sich der Vorgänger VDSL1 auf dem Markt nicht durchsetzen konnte. VDSL wird bis dato ausschließlich von T-Home mit Download-Raten von 25 und 50 Mbit/s bundesweit angeboten. Bei der schnelleren Variante ist sogar IPTV in hochauflösender Qualität mit an Bord. Das VDSL-Netz besteht hauptsächlich aus Glasfasern. Erst ab den Kabelverteilern bis hin zum heimischen Telefonanschluss, der sogenannten „letzten Meile“, liegt ein herkömmliches Kupferkabel an.
Kabelinternet
Eine Alternative zu einem DSL-Zugang sind auch die breitbandigen Internetanschlüsse der TV-Kabelnetzbetreiber, allerdings hat man hier nicht die Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Netzbetreibern. Den schnellsten Kabelinternet-Zugang bietet derzeit Kabel Deutschland mit einer Download-Rate von 32 Mbit/s und einer Upload-Rate von einem Mbit/s an.
DSL via Satellit
In vielen vor allem ländlichen Regionen Deutschlands ist kein DSL oder Kabelinternet verfügbar. Deshalb ist DSL via Satellit hier der einzig mögliche Zugang zum World Wide Web. Zu unterscheiden sind mono- und bidirektionale Zugänge. Bei Ersteren funktioniert nur der Downlink via Satellit, während man beim Rückkanal auf ein analoges Modem zurückgreifen muss. Bei Letzteren geht auch der Downlink über den Satelliten. Der zurzeit schnellste monodirektionale Sat-Internet-Anschluss ist skyDSL 24000 von Teles. Allerdings liegt hier die Upload-Rate bei nur 64 kbit/s. Die bidirektionalen Angebote basieren auf den Plattformen zweier verschiedener Satellitenbetreiber: Astra2Connect von SES Astra und Tooway von Eutelsat. Bidirektionales Sat-Internet ist noch recht teuer. So kostet z.B. das Angebot sat2000 der Internetagentur Schott 99,90 Euro pro Monat, bietet dafür aber nicht nur eine Download-Rate von zwei Mbit/s, sondern auch eine Upload-Rate von 156 kbit/s.
UMTS
Vor allem für diejenigen, die nur gelegentlich online oder viel unterwegs sind, ist der mobile Internetzugang zumindest eine Ergänzung zu DSL. UMTS („Universal Mobile Telecommunications Systems“) ist bei den vier großen Mobilfunkbetreibern und sogar bei einigen Mobilfunk-Discountern im Programm, bietet allerdings mit 384 kbit/s eine vergleichsweise niedrige Download-Rate. Wer den mobilen Internetzugang als Hauptzugang nutzt, sollte sichergehen, dass er weitestgehend HSPDA nutzen kann.
HSDPA
HSDPA („High Speed Downlink Packet Access“) fußt auf der UMTS-Technologie, ist aber deutlich schneller. Der „UMTS-Turbo“ schafft im Download meist maximal 3,6 Mbit/s, an neuralgischen Punkten wie Bahnhöfen, Flughäfen und Messegeländen auch bis zu 7,2 Mbit/s. T-Mobile und Vodafone haben ihr UMTS-Netz flächendeckend auf HSDPA aufgerüstet. Bei o2 surft man zurzeit nur in einzelnen Städten wie Berlin oder Hamburg via HSDPA, doch die Münchner rüsten ihr UMTS-Netz sukzessive auf. E-Plus-Kunden müssen bis dato auf HSDPA verzichten.
WiMAX
WiMAX („Worldwide Interoperability for Microwave Access“) ist das Synonym für funkbasiertes Internet. Über eine Antenne wird eine maximale Anzahl von Nutzern innerhalb eines bestimmten Umkreises drahtlos mit dem Internet verbunden. In Deutschland spielt WiMAX eine eher untergeordnete Rolle, weil in nur wenigen Kommunen wie z.B. Leipzig, Wuppertal oder Kaiserslautern Basisantennen in Betrieb sind. Größter Anbieter ist die DBD Breitband GmbH, die WiMAX unter den Markennamen DSLonair bzw. MAXXonair vermarktet. Die verfügbaren Bandbreiten liegen bei einem bzw. zwei Mbit/s im Download und 128 bzw. 192 kbit/s im Upload.
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| nenade | 27.01.06 17:06 |