Apple iPad 3 im TestSeit März 2012 ist das neue iPad – auch iPad 3 genannt – erhältlich. Ähnlich wie beim Wechsel vom iPhone 4 zum iPhone 4S hat Apple punktuelle Verbesserungen vorgenommen. Revolutionäre Neuigkeiten sucht man bei dem Tablet-PC vergeblich. Trotzdem ist das neue iPad besser als seine beiden Vorgänger, wie unser Test zeigt. Einen USB-Anschluss sucht man beim iPad weiterhin genauso vergeblich wie HDMI oder Speicherkartenerweiterung. Schade – gerade durch die neuen Möglichkeiten des iPad wäre eine Speicherweiterung ein sinnvolles Feature gewesen. Wer sich für die 16GB-Variante erscheint, wird diese Erweiterungsmöglichkeit sehr bald vermissen. Auf der Rückseite des neuen iPad findet sich die überarbeitete Kamera, die nun mit fünf statt 0,7 Megapixel sehr ordentliche Bilder macht und Videos in HD-Auflösung (1080p) ermöglicht. Auf der Frontseite findet sich unverändert die Videochat-Kamera mit einer Auflösung von 0,3 Megapixeln. Das Gewicht des iPad 3 ist gegenüber dem Vorgängermodell um 60 Gramm gestiegen, was bei einem Gesamtgewicht von nunmehr 665 Gramm aber durchaus verkraftbar ist. Die äußeren Maße sind die des iPad 2, allerdings ist das dritte iPad geringfügig dicker geworden. Das ändert zwar nichts an der nach wie vor hervorragenden Haptik, leider sind durch diese Änderung aber einige Hüllen und Taschen, die für das iPad 2 konstruiert wurden, nicht mehr nutzbar. Das Smartcover von Apple, welches seit Start des iPad 2 angeboten wird, passt aber natürlich auch beim neuen iPad 3.
Auch beim iPad-Akku wurde kräftig geschraubt: Mit 42,5 gegenüber 25 Wattstunden beim Vorgängermodell hat die Kapazität um satte 70 Proeznt zugelegt. Das ist aber auch nötig, denn die stark verbesserte Rechnerkraft benötigt natürlich auch viel mehr Energie. Allerdings ist die Datenübertragung dennoch schneller als beim iPad 2, da nun HSPA+ sowie DC-HSDPA-Netze unterstützt werden. Damit sind mit dem iPad 3 theoretisch Download-Raten von bis zu 42 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erreichbar. In der Praxis konnten wir über das Telekom-Netz zwar nur etwa 20 MBit/s erreichen, was aber dennoch ein guter Wert ist. Es hat jetzt eine Auflösung von 2048 x 1536 statt 1024 x 768. Das sind also genau viermal so viele Pixel wie beim iPad 2 und z.B. auch deutlich mehr als bei einem Full-HD-Fernseher (1.920 x 1080). Das Ergebnis ist tatsächlich nur als brillant zu bezeichnen und macht sich sofort bemerkbar. Egal ob Fotos, Videos oder Apps: Alles wirkt auf dem iPad nun sehr viel schärfer, farbenfroher und leuchtender als zuvor. Akkulaufzeit Natürlich hängt die Laufzeit vor allem davon ab, was man mit dem iPad tut. Als besonders energiehungrig erweisen sich nach wie vor die UMTS- und WLAN-Nutzung sowie rechenintensive Apps wie z.B. Spiele. Die Ladezeit des iPad-Akku beträgt etwa neun Stunden, wenn der Tablet-PC eingeschaltet ist, und sechs Stunden, wenn es ausgeschaltet ist. Bei der Nutzung von Browser und E-Mails haben wir gegenüber dem iPad 2 keine Änderungen festgestellt. Gleiches gilt für die Einschaltzeit sowie das Starten von Apps. Alles bewegt sich im bekannten Rahmen und ist als gut zu bezeichnen. Das liegt natürlich vor allem daran, dass sowohl das neue iPad als auch die Vorgängermodelle mit demselben Betriebssystem arbeiten: iOS 5.1. iOS 5.1 umfasst beim iPad zwar nicht die vom iPhone bekannte Sprachsteuerung Siri, aber eine neue Diktierfunktion erweist sich z.B. beim Schreiben von E-Mails als überaus nützlich und wenig fehlerhaft. Warum Siri beim iPad 3 außen vor bleiben musste, bleibt uns dennoch ein Rätsel – vielleicht will Apple sich dies als eine Option für das nächste iOS-Update vorbehalten. Einen weiteren Unterschied zum iPad 2 konnten wir noch feststellen: Die Wärmeentwicklung an der Seite des Geräts macht sich nun stärker bemerkbar. Das fällt zwar bei längerer Nutzung des iPad unangenehm auf, ist technisch aber überhaupt kein Problem. Audio, Video und Foto Mithilfe der neuen iPhoto-App lassen sich die Fotos auf dem iPad bearbeiten und als Diashow abspielen. Was Apple aber immer noch nicht hinbekommen hat, ist die Verwaltung von Unterordern. Das kann bei größeren Fotosammlungen nerven und wird leider auch durch die neue iPhoto-App nicht besser. Wie bereits angesprochen hat Apple bei der iPad-Kamera nachgebessert. Hier ein paar Schnappschüsse, die mit dem iPad 3 gemacht wurden: Die Video-Funktion hat sich ebenso wie die Foto-Funktion nicht verändert. Es ist mit dem iPad spielend leicht, ein Video aufzunehmen und auch die Übertragung der Videos funktioniert tadellos. Allerdings gibt es auch weiterhin kaum Funktionen, die einen beim Filmen helfen würden. Nur die Umschaltung von der Rück- zur Frontkamera des iPad ist möglich. Im Gegensatz zu modernen Smartphones, die immer mehr Funktionen von Camcordern übernehmen, ist das ein wenig überraschend. Trotzdem gelingen mit dem iPad 3 gute HD-Aufnahmen, wie das folgende Video zeigt:
Die zusätzliche Rechenleistung macht sich dabei vor allem bei Spielen bemerkbar. Die für das neue iPad-Display erhältlichen Spiele wie z.B. „RealRacing2-HD“ oder „Air Supremacy“ sehen einfach gut aus und spielen sich zudem sehr flüssig. Ebenso bemerkenswert ist der Unterschied der neuen iPad-Kamera zur älteren Version: Endlich liefert das iPad ansehnliche Bilder und Videos.
Video: Herstellungsprozeß des neuen iPad3 bei Foxxcon in China |
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