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Mobiltelefonieren zu Uncle Sam


Handy-Callbycall von Fidelity-tele.

handycallbycall_logoSchon der Name sagt es: Fidelitys System ähnelt eher den Call-by-Call-Systemen, die wir vom Festnetz her kennen. Der Nutzer installiert keine Software, sondern nimmt die Dienste von Fidelity einfach durch das Wählen einer Telefonnummer in Anspruch. 17 Cent pro Minute kostet die Einwahl auf den Server von Fidelity über die geschaltete 0800er-Nummer. Von da geht es weiter in die große, weite Welt. So bezifferte Fidelity auf Anfrage die Kosten für ein Gespräch in die USA auf 4 Cent pro Minute. Das macht Gesamtgesprächskosten von 21 Cent in der Minute.

Wenn die Gebühren des eigenen Providers in deutsche Festnetz deutlich unter diesen 17 Cent Verbindungsgebühren liegen, ruft der Fidelity-Kunde eine Festnetznummer an, die Fidelity zur Verfügung stellt, und wird von dort weiter verbunden. Achtung: Das geschieht nicht automatisch. Im günstigsten Fall - mit einer Flatrate ins deutsche Festnetz - telefoniert der User kostenlos zum Server und senkt die Kosten für das Gespräch mit New York oder Chicago auf 4 Cent pro Minute. Das Gespräch in ein anderes Mobilfunknetz kostet mindestens 17 Cent. Wenn der User auch noch die Einwahlgebühren über Fidelity bezahlt, kostet das Gespräch 34 Cent pro Minute.

Auch dabei ist klar: Wenn eine Verbindung nicht zustande kommt, dann zahlt der Nutzer die Einwahlgebühren zum Server. Doch zum einen rechnet Fidelity sekundengenau ab. Zum anderen empfiehlt das Unternehmen die Verwendung von Kurzwahlen. 99 dieser Kurzwahlen kann ein User nach Anmeldung im Internet einrichten. Die Kurzwahl erreicht als Befehl den Server. Dieser stellt dann die Verbindung zwischen beiden Gesprächspartnern her.

Einen Callback-Service bietet Fidelity auch für Telefonate aus dem Ausland an. Doch auch hier gilt: Dabei fallen Roaminggebühren an. Deshalb sollte sich der Nutzer im Einzelfall genau informieren, wie teuer das in seinem Fall wird, und sich gegebenenfalls nach billigen Angeboten im Reiseland umsehen.

DCalling

dcalling_logoDCalling berechnet überhaupt keine Verbindungsgebühren ins eigene System. Der User meldet sich an, entrichtet einen beliebigen Betrag per Kreditkarte, PayPal oder Überweisung für den Prepaid-Dienst und kann sofort loslegen. Er wählt die deutsche Festnetznummer 0221-99760500 und gibt danach die Nummer ein, die er anrufen möchte. Dabei fallen die normalen Verbindungskosten ins deutsche Festnetz an. Danach wird es sehr günstig, weil DCalling auf Internettelefonie (Voice over IP, VoIP) setzt. Gespräche ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten kosten dann nur noch 1,9 Cent pro Minute zusätzlich.

Auch DCalling bietet einen Callback-Service an. Dazu gibt der Kunde eine Nummer, unter der er zurückgerufen werden will, im Internet ein. Dann kann er die Nummer eingeben, die er anrufen will. Das System ruft ihn dann zurück, wenn die Verbindung hergestellt werden kann. Dieser Callback-Dienst funktioniert auch ohne Internet. die Der Kunde ruft die DCalling Callback-Nummer (0221-997 605 01) an, lässt nur anklingeln und legt dann auf. Der DCalling Dienst ruft ihn zurück, nun kann der Kunde die Zielrufnummer eingeben. Da bei dieser Gesprächsart zwei Verbindungen aufgebaut werden müssen, entstehen auch für beide Verbindungen Kosten; also einmal für die Verbindung zum Kunden selbst und dann für die Verbindung zum Gesprächspartner.

Die Gespräche in deutsche Mobilfunknetze kosten bei DCalling 14,9 Cent pro Minute. Dazu kommen die Gebühren ins deutsche Festnetz, die der User jedesmal zahlt, wenn er DCalling nutzt. Wichtig für Auslandsgespräche: Wenn der Kunde keine SIM-karte aus dem Gastland benutzt, dann fallen, wie bei den anderen Anbietern in unserem Test, die üblichen Roaminggebühren an.

Eine Spezialität von DCalling ist der Zugang übers Internet, ganz ohne Handy. Der Dienst stellt einen Einwahl-Client in Java zur Verfügung, nachdem sich der User über die Website von DCalling eingeloggt hat. So kann er aus jedem Internetcafé den Dienst nutzen - vorausgesetzt, er hat ein Headset dabei. Außerdem lässt sich in Routern wie beispielsweise der Fritz!-Box ein so genannter SIP-Client einrichten (Session Initiation Protocol). Dann kann man einfach ein Telefon an die Box anschließen und beispielsweise festlegen, dass künftig alle Auslandstelefonate oder Anrufe in Mobilfunknetze automatisch über DCalling geroutet werden. Gespräche in deutsche Handynetze kosten pauschal 14,7 Cent pro Minute. Dazu kommen natürlich die Einwahlgebühren ins deutsche Festnetz.

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