Hersteller und Große Koalition gegen Routerzwang

07.11.2013 von

19 Hersteller von DSL-Routern haben die Abschaffung des Routerzwangs durch bestimmt DSL-Provider gefordert. Auch die Große Koalition aus Union und SPD plant, den Routerzwang abzuschaffen. Die Bundesnetzagentur hat in einer offziellen Anhörung Meinungen zum Thema Routerzwang gesammelt.

Der Routerzwang wird von einigen Providern ausgeübt. Kunden wird beim Abschluss eines DSL-Anschlusses die Verwendung einer bestimmten Hardware vorgeschrieben. Wird diese Praxis zur Pflicht, hätten die Kunden generell keine Wahlfreiheit mehr bezüglich ihrer Router.

Wie der Chaos Computer Club schreibt, würde ein Routerzwang in die Zeit vor der Liberalisierung des Telekommunikations-Markts im Jahre 1989 zurückfallen. Die Deutsche Post hatte damals die Hoheit über das Ende der sogenannten Teilnehmer-Anschlussleitung und definierte das Ende der Leitung im Endgerät.

Demnach durften Post-Kunden keine Veränderung der Geräte vornehmen. Mit der Liberalisierung wurde das Ende der Teilnehmer-Anschlussleitung neu definiert und ermöglichte die freie Wahl des Endgeräts.

Die Bundesnetzagentur hatte Anfang 2013 mitgeteilt, dass sie keine rechtlichen Möglichkeiten gegen den Routerzwang habe. Die DSL-Provider setzen den Routerzwang durch, indem sie Kunden keine Zugangsdaten mitteilen, sondern diese im Router bereits vorhalten.

Um die Tarife der DSL-Provider miteinander zu vergleichen, nutzen Sie unseren DSL-Rechner.

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