Apple: LTE-Probleme mit iOS 12.1.1 und iPhone-Verkaufsverbot in China

11.12.2018 von

Wer mit dem Gedanken spielt, sich das neue iOS 12.1.1 auf sein iPhone aufzuspielen, sollte zunächst diesen Artikel lesen. Offenbar gibt es bei vielen Nutzern massive Probleme mit der LTE-Funktion.

Apple ist dieser Tage aber auch wirklich nicht zu beneiden. Zuerst gibt es Meldungen über Verkaufsprobleme der neuen iPhones und nun auch noch dies: Viele Anwender berichten von gestörten Datenübertragungen via LTE. Allerdings unterscheiden sich die Probleme offenbar von Land zu Land. In einigen Ländern sind die Übertragungsgeschwindigkeiten nach der Installation von 12.1.1 langsamer, in anderen Ländern wiederum funktioniert LTE gar nicht mehr. Das normale Telefonieren und Datenverbindungen via WLAN sollen nach Nutzerangaben weiterhin normal funktionieren.

iPhone-Verkaufsverbot in China

Doch damit nicht genug: Ein chinesisches Gericht hat nach Klage von Qualcomm den Verkauf von iPhones in China bis auf weiteres untersagt. Grund für das Verbot seien Patentverletzungen.

Retourkutsche aus Asien?

Pikanterweise dürfen chinesische Smartphones der Marke Huawei schon seit längerem nicht in den USA verkauft werden, weil die USA Spionage durch diese Geräte vermuten. Bewiesen werden konnte diese These bislang allerdings nicht. Es ist also zu befürchten, dass sich der derzeitige Handelsstreit zwischen China und den USA auch hier wiederspiegelt - wobei hinter dem iPhone-Verbot wie gesagt Qualcomm steckt, ein US-Anbieter von Smartphone-Chips.

Apple hingegen ließ verlauten, das man gegen die Entscheidung des chinesischen Gerichts in Berufung gehen werde. Zudem greife das Verbot nicht, weil es nur um Geräte geht, die noch mit dem etwa ein Jahr alten iOS11 ausgeliefert werden. Qualcomm hingegen erklärte zuvor, das der Verkauf der Modelle iPhone 6S, iPhone 7, iPhone 8 und iPhone X per sofort untersagt sei.

Auch in Deutschland hatte Qualcomm versucht, ein Verkaufsstop für iPhones zu erwirken. Das Münchener Landgericht entschied Mitte Oktober allerdings, dass Apple das Qualcomm-Patent nicht verletzt habe.