Poco F9 Pro im Test

03.10.2026 von

Xiaomi Poco F9 Pro

Gesamturteil: 94,60%
Preis/Leistung: 34%
Platz 35/922 Bestenliste
Testdatum: 04.10.2026
UVP: 899,00 €
Online: 689,90 €
  • Wasser & Staubschutz
  • sehr helles 6,6" Display
  • sehr schnell
  • starke Kamera
  • vier Android Updates
  • lange Akkulaufzeit
  • Bose Stereo-Speaker
  • schnelles Akkuladen mit & ohne Kabel
  • Werbe-Apps
  • etwas schwer
  • kaum Änderungen gegenüber F8 Pro

Poco F9 Pro im Test: Vollgas-Handy mit kleinen Bodenwellen

Kurz gesagt: Das Poco F9 Pro will kein dezentes Vernunft-Smartphone sein. Es kommt mit einem extrem schnellen Snapdragon-Chip, einem 185-Hz-AMOLED, 200-Megapixel-Hauptkamera, großem Akku und sehr flottem Laden. Auf dem Papier klingt das nach „mehr Regler nach rechts geht kaum“. Im Alltag ist das Paket tatsächlich stark, aber nicht an jeder Stelle so spektakulär, wie die Zahlen vermuten lassen.

 

Design und Verarbeitung: auffällig, aber nicht albern

Beim Design fährt Poco eine angenehm klare Linie. Das F9 Pro sieht modern und sportlich aus, ohne komplett in die typische Gaming-Handy-Schublade zu kippen. Der Aluminiumrahmen bringt Stabilität, die matte Rückseite hält Fingerabdrücke halbwegs im Zaum und die IP68-Zertifizierung nimmt dem Alltag ein bisschen Stress. Regen, Staub oder ein unglücklicher Ausflug an den Beckenrand sind damit deutlich weniger dramatisch. Besonders die grüne Variante fällt auf: Ihre spezielle Oberfläche kann unter UV-Licht aufgeladen werden und im Dunkeln leuchten. Braucht man das? Natürlich nicht. Macht es Spaß? Ziemlich sicher.

Mit rund 206 Gramm ist das F9 Pro allerdings kein Leichtgewicht. In der Hosentasche merkt man das Gerät, und bei längeren Einhand-Sessions kann es anstrengend werden. Dafür bleibt das Gehäuse mit knapp 8,8 Millimetern noch vernünftig schlank. Die Tasten sitzen dort, wo man sie erwartet, und der Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display passt gut zum Premium-Anspruch. Unterm Strich fühlt sich das Handy wertiger an, als man es von älteren Poco-Modellen vielleicht in Erinnerung hat.

Display: 185 Hertz, weil 120 offenbar gestern war

Das 6,59 Zoll große AMOLED gehört zu den stärksten Argumenten für das Poco F9 Pro. Die Auflösung von 2.510 × 1.156 Pixeln sorgt für ein scharfes Bild, Farben wirken kräftig und Schwarz ist AMOLED-typisch wirklich schwarz. Dazu kommen HDR10+ und Dolby Vision. Videos, Fotos und Spiele sehen entsprechend knackig aus. Auch draußen bleibt der Bildschirm gut ablesbar. Poco nennt sehr hohe Spitzenwerte von bis zu 10.000 Nits auf einem winzigen Teil der Fläche; wichtiger für den Alltag sind die deutlich realistischeren Helligkeitsangaben für größere Bildbereiche. Kurz: Das Display kann sehr hell werden, Wunderphysik sollte man aus dem Maximalwert aber nicht ableiten.

Die 185 Hz lesen sich spektakulär, sind aber eher Bonus als Kaufgrund. Im normalen Systembetrieb ist der Unterschied zu einem guten 120-Hz-Panel klein. Unterstützte Spiele können von der höheren Bildrate profitieren, wobei Poco teils mit Zwischenbildberechnung arbeitet und die Funktion nicht überall verfügbar ist. Das Scrollen fühlt sich jedenfalls butterweich an, Eingaben werden schnell umgesetzt und die Touch-Abtastrate ist auf Gaming ausgelegt. Ein kleiner Haken bleibt die spiegelnde Oberfläche: Bei direktem Licht können Reflexionen stören.

Leistung und Gaming: hier wird nicht gekleckert

Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 V Series, begleitet von 12 GB schnellem LPDDR5X-Arbeitsspeicher und wahlweise 256 oder 512 GB UFS-4.1-Speicher. Im Alltag bedeutet das: Apps starten ohne Denkpause, Multitasking läuft locker und aufwendige Spiele bringen das Gerät nicht sofort ins Schwitzen. Poco ergänzt den Hauptchip um den Grafikchip VisionBoost D8, der unter anderem Zwischenbilder, höhere Detaildarstellung und HDR-Effekte unterstützen soll. Das klingt nach Marketing-Bingo, kann bei kompatiblen Titeln aber sichtbar flüssigere Bewegungen erzeugen.

Entscheidend ist nicht nur der kurze Benchmark-Sprint, sondern die Leistung nach einer halben Stunde Spielzeit. Dafür setzt Poco auf ein großflächiges 3D-IceLoop-Kühlsystem. Ausdauernde Höchstleistung bleibt bei so viel Rechenpower trotzdem eine Wärmefrage; unter Last sind Temperaturanstieg und eine gewisse Drosselung grundsätzlich zu erwarten. Im normalen Gebrauch gibt es daran wenig auszusetzen. Wer hauptsächlich Messenger, Browser, Navigation und Streaming nutzt, hat eher zu viel als zu wenig Leistung. Für Gamer ist das F9 Pro besonders spannend, weil Display, Touch-Reaktion, Lautsprecher und Kühlung als Gesamtpaket gedacht wurden.

Kameras: starke Hauptkamera, schwächeres Ultraweitwinkel

Die Hauptkamera löst mit 200 Megapixeln auf, besitzt eine optische Bildstabilisierung und ist klar der Star des Trios. Bei gutem Licht darf man detailreiche, kontraststarke Bilder erwarten, ohne ständig den 200-MP-Modus bemühen zu müssen. Der hochauflösende Sensor bietet zudem Reserven für Zuschnitte. Bei wenig Licht hilft die Stabilisierung, Verwackler zu reduzieren. Trotzdem gilt: Viele Megapixel ersetzen weder einen großen Sensor noch eine saubere Bildverarbeitung. Poco scheint hier insgesamt ein überzeugendes Niveau zu erreichen, aber nicht automatisch die absolute Kamera-Spitze der deutlich teureren Flaggschiffe.

Spannender als ein nutzloser Zwei-Megapixel-Platzhalter ist die 50-Megapixel-Telekamera mit optischer Stabilisierung und 2,5-fachem optischem Zoom. Porträts und nähere Details lassen sich damit deutlich flexibler einfangen als nur per Digitalzoom. Ganz auf Flaggschiff-Niveau ist die Lösung wegen des eher kleinen Tele-Sensors nicht in jeder Situation. Die 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera ist der klare Sparposten. Für Landschaften, Gruppen und Architektur reicht sie bei Tageslicht, aber bei Details, Dynamikumfang und Nachtaufnahmen fällt sie hinter die Hauptkamera zurück. Vorn sitzt eine 32-Megapixel-Kamera; für Selfies und Videocalls ist das mehr als ordentlich. Videos sind hinten bis 4K mit 60 Bildern pro Sekunde möglich.

Akku und Laden: groß, schnell, alltagstauglich

Der 6.330-mAh-Akku ist für ein Smartphone dieser Größe üppig. Selbst mit schnellem Display und kräftigem Prozessor sollte ein kompletter Tag bei intensiver Nutzung realistisch sein; bei gemischter Nutzung ist deutlich mehr drin. Wie immer hängen die echten Werte stark von Helligkeit, Netzqualität, Kameraeinsatz und Gaming ab. Wer zwei Stunden mit maximaler Bildrate spielt, bekommt natürlich eine andere Laufzeit als jemand, der hauptsächlich Nachrichten liest.

Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 100 Watt und kabellos mit bis zu 50 Watt. Das ist komfortabel und macht kurze Ladepausen tatsächlich nützlich. Der Hersteller nennt für 50 Prozent per Kabel etwa 19 Minuten; solche Werte gelten unter Idealbedingungen und mit passendem Zubehör. Trotzdem gehört das F9 Pro klar zur schnellen Sorte. Praktisch sind außerdem kabelgebundenes und kabelloses Rückwärtsladen, etwa für Kopfhörer. Ob ein Netzteil im jeweiligen Verkaufspaket steckt, sollte man vor dem Kauf prüfen.

Software und Ausstattung: schnell, voll – und manchmal etwas vollgestopft

Das Poco F9 Pro startet mit Android 16 und HyperOS 3. Die Oberfläche reagiert flott, bietet viele Anpassungen und verzahnt sich gut mit Xiaomis Gerätewelt. Gleichzeitig bleibt HyperOS Geschmackssache. Zahlreiche Menüs, Zusatzfunktionen und vorinstallierte Apps können anfangs unruhig wirken. Wer ein extrem reduziertes Android sucht, wird hier nicht spontan seine innere Mitte finden. Mit etwas Aufräumen lässt sich das System aber vernünftig einrichten.

Bei der Konnektivität ist fast alles an Bord, was 2026 wichtig ist: 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, Dual-SIM und eSIM-Unterstützung. Eine Speicherkarte fehlt, weshalb Viel-Filmer besser direkt zur 512-GB-Version greifen. Die symmetrischen Stereo-Lautsprecher wurden mit Bose abgestimmt und liefern ein breites, kräftiges Klangbild. Einen klassischen Kopfhöreranschluss gibt es erwartungsgemäß nicht. Für kabelgebundenen Ton bleibt also USB-C.

Preis-Leistung: nicht mehr billig, aber immer noch bissig

Genau hier wird es interessant. Poco war lange die Marke für maximale Leistung zum Kampfpreis. Das F9 Pro rückt preislich näher an klassische Premiumgeräte heran; zum Marktstart wurden je nach Händler und Speichervariante Beträge um 700 bis 800 Euro aufgerufen. Damit kann man kleinere Schwächen nicht mehr einfach mit „ist halt günstig“ wegwinken. Andererseits liefert das Gerät Hardware, die in vielen Bereichen tatsächlich Oberklasse ist: Top-Prozessor, helles AMOLED, Telekamera, großer Akku, Wireless Charging und IP68. Wer Angebote abwartet, dürfte ein besonders starkes Gesamtpaket bekommen.

Für wen lohnt sich das Poco F9 Pro?

Am besten passt das F9 Pro zu Leuten, die viel Leistung wollen und ihr Smartphone für Games, Streaming, Fotos und schnelles Multitasking nutzen. Auch Power-User, die keine Lust auf tägliche Ladepanik haben, kommen auf ihre Kosten. Weniger ideal ist es für Fans besonders kompakter oder leichter Geräte. Kamera-Puristen sollten ebenfalls vergleichen: Die Haupt- und Telekamera sind attraktiv, doch das schwache Ultraweitwinkel verhindert ein rundum erstklassiges Kameraerlebnis. Wer außerdem eine schlichte Oberfläche ohne Ballast erwartet, muss bei HyperOS etwas Zeit ins Aufräumen investieren.

Stärken und Schwächen

·Plus: sehr hohe Leistung, starkes und extrem flüssiges AMOLED, großer Akku, 100-Watt-Laden, 50-Watt-Wireless-Charging, gute Hauptkamera, brauchbares Teleobjektiv, IP68 und überzeugende Stereo-Lautsprecher

·Minus: relativ schwer, Ultraweitwinkel nur Mittelmaß, keine Speichererweiterung, 185 Hz nur eingeschränkt nutzbar, HyperOS kann überladen wirken und der Preis ist höher als bei früheren Poco-Generationen

Fazit: ein kleines Kraftwerk für die Hosentasche

Das Poco F9 Pro ist ein ziemlich selbstbewusstes Smartphone. Es beeindruckt nicht nur mit großen Zahlen, sondern kombiniert seine Einzelteile zu einem stimmigen Gesamtpaket. Die Leistung ist brachial, das Display macht richtig Spaß und der Akku passt zum Anspruch eines Dauerläufers. Dazu kommen schnelles kabelgebundenes und kabelloses Laden, ein robustes Gehäuse und eine Hauptkamera, die für die meisten Situationen mehr als genug Reserven bietet.

Perfekt ist es nicht. Das Ultraweitwinkel wirkt neben der restlichen Hardware überraschend gewöhnlich, das Gewicht ist spürbar und die 185-Hz-Werbung ist größer als ihr praktischer Nutzen. Außerdem bewegt sich Poco preislich nicht mehr im Schnäppchen-Keller. Trotzdem bleibt der Kern der Marke erhalten: sehr viel Tempo und Ausstattung fürs Geld. Wer ein schnelles Android-Handy mit Gaming-Talent sucht und bei Kamera-Zoom, Ladeoptionen und Wasserschutz keine großen Abstriche machen will, sollte das F9 Pro weit oben auf die Liste setzen. Gesamturteil: sehr gut – besonders für Performance-Fans, die ein Flaggschiff ohne absoluten Flaggschiffpreis wollen.

 

>>> So testet Tariftipp.de Smartphones

Im folgenden Videotest zeigen wir die Stärken und Schwächen des Poco F9 Pro und gehen ausführlich auf die Besonderheiten dieses Handys ein. Darunter folgen die Ausstattungsliste, Beispielbilder zum Download in voller Größe und ein Testvideo in der bestmöglichen Auflösung sowie die technischen Daten.
Xiaomi Poco F9 Pro: Ausführliches Testvideo des Xiaomi Poco F9 Pro mit Stärken, Schwächen, Benchmarks und Wettbewerbsvergleich.
Dieses Video in HD ansehen.

 

Ausstattung des Poco F9 Pro

Vorhandene Ausstattungsmerkmale

+ Schutz gegen Wasser/Staub: Ja
+ Metall- oder Glas-Design: Ja

+ Fingerabdrucksensor: Ja
+ Gesichtserkennung: Ja
+ OLED-Display: Ja
+ Wiederholrate 90 Hz oder besser: Ja
+ Allways-On Display: Ja

+ Hauptkamera mit mind. 3 Brennweiten: Ja
+ Autofokus per Laser/PDAF: Ja
+ Bildstabilisator (OIS oder EIS): Ja
+ Video in 4K: Ja

+ Akku schnellladbar: Ja
+ Akku kabellos (induktiv) laden: Ja

+ schnelles WLAN (Wi-Fi 6 ax): Ja
+ Dual-SIM: Ja
+ NFC: Ja
+ 5G: Ja
+ Stereo-Lausprecher: Ja

Fehlende Ausstattungsmerkmale

- Speichererweiterung möglich: Nein
- Klinkenanschluss: Nein
- FM-Radio: Nein


Testbilder Poco F9 Pro

Die folgenden Bilder wurden mit dem Poco F9 Pro aufgenommen.
Zum Download eines Originalfotos einfach das gewünschte Bild anklicken/antippen.

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Technische Daten des Poco F9 Pro

  • Daten und Messwerte

  • Xiaomi
  • Hersteller:
  • Poco F9 Pro
  • Modell:
  • 04.10.2026
  • Testdatum:
  • 94,60 %
  • Gesamturteil:
  • 34,00 %
  • Preis/Leistung:
  • 899,00 €
  • UVP:
  • Gehäuse / Abmessungen
  • 157,5 / 75,30 / 8,8 mm
  • Maße (H/B/T):
  • 206 Gramm
  • Gewicht:
  • Ja
  • Wasser- Staubschutz:
  • Nein
  • Faltbares Handy:
  • Display
  • 1
  • Anzahl Displays:
  • AMOLED
  • Display-Technik:
  • 6,6 Zoll
  • Bilddiagonale:
  • 20 : 9
  • Displayformat:
  • 2510 x 1156 Pixel
  • Displayauflösung:
  • 419 ppi
  • Pixeldichte:
  • 89,80 %
  • Screen to Body Ratio:
  • 2.500 cd/m2
  • Helligkeit:
  • max. 185 Hz
  • Wiederholrate:
  • Prozessor / Speicher
  • Qualc. Snapdragon 8 Elite Gen 5 V
  • Prozessor:
  • 8
  • CPU-Kerne:
  • 4,6 GHz
  • CPU-Taktung:
  • 12 GB
  • Arbeitsspeicher:
  • 256 GB
  • Speicher intern:
  • max. 0 GB
  • Speicher-Erweiterung:
  • 2.596.938 Punkte
  • Antutu-Benchmark:
  • Akku
  • 6.330 mAh
  • Akkukapazität:
  • 1.200 Min.
  • Akkulaufzeit:
  • Nein
  • Akku austauschbar:
  • Ja
  • Schnelladen:
  • 100 Watt
  • Netzteil:
  • Ja
  • Induktives Laden:
  • Foto / Video
  • 200 Megapixel
  • Hauptkamera:
  • Standard / Weitwinkel / Tele
  • Brennweiten:
  • 32 Megapixel
  • Frontkamera:
  • max. 3840 x 2160 Pixel
  • Videoauflösung:
  • f/1,7
  • Blende:
  • Ja
  • opt. Bild-Stabilisator:
  • Netze/Funk/SIM
  • 3.000/200 MBit/s
  • 4G LTE:
  • Ja
  • 5G:
  • 6
  • Bluetooth:
  • Ja
  • NFC:
  • WiFi 7
  • WLAN-Typ:
  • Nano-SIM
  • SIM-Kartentyp:
  • Ja
  • Dual-SIM:
  • sonstige Ausstattung
  • Android 16
  • Betriebssystem:
  • Ja
  • Fingerabdruck-Sensor:
  • C
  • USB-Typ:
  • Nein
  • FM-Radio:
  • Ja
  • Stereo-Lautsprecher:
  • Nein
  • Kopfhörer-Klinkenanschluss:
  • 0,99
  • Strahlungswert (W/kg):