Oppo Find X10 im Test

28.10.2026 von

Oppo Find X10

Gesamturteil: 95,20%
Preis/Leistung: 20%
Platz 3/929 Bestenliste
Testdatum: 29.10.2026
UVP: 1.299,00 €
Online: 1.199,00 €
  • sehr edles Alu-Glas-Design
  • Wasser- und Staubschutz IP68
  • helles 6,6" LTPO-AMOLED Display mit 144 Hz
  • Hasselblad-Kamera mit OIS & Periskop-Teleobjektiv
  • pfeilschnell und technisch gut ausgestattet
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • schnelles Laden mit und ohne Kabel
  • lange Update-Garantie
  • etwas schwer
  • keine Speichererweiterung
  • Wärmeentwicklung unter Last

Bildergalerie

Oppo Find X10 im Test: Das Normalo-Modell, das keins sein will

Ein Jahr nach dem Find X9 schickt Oppo den direkten Nachfolger ins Rennen. Die Formel bleibt gleich: viel Datenblatt, aber ein paar Abstriche gegenüber der Pro-Variante, damit der Preis nicht komplett davonläuft. Die Pro-Rolle übernimmt dieses Jahr das Find X10 Pro Max. Das X10 ist also die "kleine" Variante. Ob sich das beim Benutzen auch so anfühlt, schauen wir uns an.

Preis: Aua, aber erklärbar

Zuerst die schlechte Nachricht. Das Find X10 gibt es mit 12+256 GB für 1.199 Euro und mit 12+512 GB für 1.399 Euro. Das sind 200 Euro mehr als beim Vorgänger. Damit kostet das Standardmodell so viel wie das Find X9 Pro im letzten Jahr, das allerdings gleich mit 512 GB und 16 GB RAM kam. Schuld ist laut Test vor allem die Komponentenkrise. Zu haben ist es in Gletscherblau, Korall und Nebelgrau.

Die Konkurrenz ist bei dieser Preisklasse nicht ohne: iPhone 17 Pro Max, Pixel 11 Pro XL, Galaxy S26 Ultra und Honor Magic8 Pro. Wer sich Preise dieser Wettbewerber anschaut, stellt aber schnell fest, dass sich das Oppo Find X10 sich hier recht ordentlich einsortiert.

Zum Lieferumfang: Im Karton liegen nur Handy, Papierkram, SIM-Nadel und ein Ladekabel. Für Hülle und Netzteil musst du nochmal ins Portemonnaie greifen.

Design: Edel, aber etwas fülliger

Optisch bleibt Oppo seiner Linie treu. Der Rücken besteht aus mattem Glas, der Rahmen aus Aluminium, dazu kommt die frei belegbare Snap Key, eine Art Action-Button. Der Bildschirm misst 6,59 Zoll. Neu ist vor allem der Kamerablock, der das Ganze noch hochwertiger wirken lässt. Oppo schielt dabei ziemlich offensichtlich Richtung Cupertino.

Die Maße im Vergleich zum Vorgänger: etwas kürzer (156,51 mm), etwas breiter (74,29 mm) und dicker mit 8,35 statt 7,99 mm. Das Gewicht steigt von 203 auf 210 Gramm. Der Grund ist die größere Batterie und der erhabene Kameraaufbau. Ein Leichtgewicht ist es also nicht mehr, aber 210 Gramm sind für ein Flaggschiff noch okay.

Der ultraschall-basierte Fingerabdrucksensor sitzt auf einer angenehmen Höhe und reagiert sehr flott. Beim Thema Robustheit gibt's ordentlich Schutz: Crystal-Guard-Glas, gemeinsam mit Corning entwickelt, IP69 und die 5-Sterne-SGS-Zertifizierung für Stürze.

Display: Auch hier gibt's nichts zu meckern

Der Bildschirm ist ein echtes Highlight. Es ist ein 6,59-Zoll-OLED mit hauchdünnen, rundum gleichmäßigen Rändern. Das Panel ist LTPO, die Bildwiederholrate läuft adaptiv zwischen 1 und 144 Hz, und Dolby Vision wird unterstützt. Scrollen, Zocken und Videos sind damit butterweich, und im Ruhezustand spart das Panel Strom.

Interessant sind die Messwerte. Im Farbmodus "Standard" hat die Redaktion ein perfektes Gamma von 2,2 und ein sehr gutes mittleres Delta E94 von 1,9 gemessen. Weißpunkt und Farbtemperatur liegen bei rund 6.830 Kelvin, das Bild ist also einen Tick bläulich. Für den Alltag spielt das keine Rolle.

Zur Helligkeit: Oppo verspricht 3.600 cd/m2 in der Spitze. Manuell gemessen kam der Test auf etwa 2.000 Candela. Das reicht locker, um das Display auch bei strahlender Sonne abzulesen. Dazu kommen einige Augenschutzfunktionen wie ein Schlafmodus oder Erinnerungen an den Sehabstand.

Leistung: Stark, aber heißblütig

Im Inneren arbeitet ein MediaTek Dimensity 9600M mit 12 GB RAM. Im Vergleich mit der Konkurrenz schlägt er sich gut. Selbst gegen den Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Honor Magic8 Pro muss er sich nicht verstecken. Bei Raytracing liegt er weit vorn, auch bei kurzen Lastspitzen, sonst bewegt er sich im Mittelfeld. Das Find X9 Pro liegt knapp vor ihm, was aber vor allem an dessen 16 GB RAM liegt.

Jetzt zum Wermutstropfen. Das X10 wird am oberen Rand schnell heiß (Rahmen und Rückseite in Prozessornähe), bevor die thermischen Schutzmechanismen eingreifen. Die Stabilität unter Dauerlast liegt zwischen 38,7 und 57,4 Prozent, im Schnitt bei 55 Prozent. iPhone 17 Pro Max und Honor Magic8 Pro sind da deutlich besser. Spielen kannst du auf dem Ding, für intensives Dauer-Gaming ist es aber nicht gemacht. Für Social Media, Streaming und gelegentliche Zockerei ist das völlig egal.

Akku und Laden: Das Ding hält durch

Beim Akku läuft das X10 zur Höchstform auf. Mit 7.150 mAh hat es 125 mAh mehr als der Vorgänger. Im PCMark-Test kam es auf 24 Stunden und 13 Minuten, bevor die 20-Prozent-Marke erreicht war, was im normalen Gebrauch rund drei Tage Laufzeit bedeutet. Das Find X9 Pro hält mit seinem 7.500-mAh-Akku etwa zwei Stunden länger durch, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Fürs Nachladen sind 80 Watt kabelgebunden und 50 Watt kabellos möglich. Mit einem 100-Watt-SuperVOOC-Lader sah die Ladekurve so aus:

•10 Minuten: 21 %

•30 Minuten: 54 %

•50 Minuten: 86 %

•60 Minuten: 96 %

Das Telefon ist also in etwas mehr als einer Stunde wieder voll. Damit das klappt, muss man in den Ladeeinstellungen das "Intelligente Schnellladen" aktivieren, was rund zehn Minuten spart. Für die Akkupflege gibt es außerdem intelligentes Laden, ein einstellbares Ladelimit und die Option, bei 95 % weiterzuladen.

Kamera: Das Kernstück

Oppo und Hasselblad versprechen einen großen Schritt, und zwar bei der Echtheit der Bilder, bei Details wie bei Farben. Hardwareseitig ist das X10 laut Test das erste Modell seiner Klasse mit zwei 200-Megapixel-Kameras:

•Hauptkamera: 200 MP, 1/1,4 Zoll, f/1.6, optische Stabilisierung

•Ultraweitwinkel: 50 MP, 1/2,75 Zoll, f/2.0, Autofokus

•Teleobjektiv: 200 MP, 1/1,56 Zoll, f/2.6, optische Stabilisierung

•Selfie: 50 MP, f/2.0, 100° Blickfeld, Autofokus

Die Software dahinter heißt LUMO True Engine und soll Fotos natürlich und authentisch wirken lassen. Die Ergebnisse sind tatsächlich sehr überzeugend. Tagsüber liefert die Hauptkamera sehr gute Bilder mit stark gemanagter Schärfe, beeindruckendem Detailreichtum und sehr guter Farb- und Texturwiedergabe. Abends brauchst du den Nachtmodus kaum noch.

Beim Tele gilt: Der digitale Zoom ist bis 40x gut und bis 60x brauchbar, danach übernimmt die KI mit gröberen Ergebnissen. Bis 120x geht es theoretisch, aber meist ist das Bild zu glattgebügelt, um es wirklich zu nutzen. Nachts sollte man sich außerdem nicht zu weit hineinzoomen, sonst wird das Rauschen zum Problem.

Das Ultraweitwinkel bleibt ein wenig die Schwachstelle. Es verliert gegenüber der Hauptkamera etwas an Schärfe und Details, besonders an den Rändern, bietet aber eine ziemlich gute Verzerrungskorrektur. Auch die Makros kommen von dort. Ein Trick am Rande: Bei 2,8x und 5,6x lohnt es sich manchmal, das Teleobjektiv statt des Makromodus zu nehmen, weil es schärfer ist.

Bei Porträts liefern Hauptkamera und Tele sehr gute Ergebnisse, die Freistellung wirkt aber manchmal etwas künstlich und feine Härchen gehen verloren. Das Bokeh ist dafür gut. Und die Selfiekamera? Die ist wirklich gut, mit natürlichen Farben, vielen Details und guter Schärfe. Bei Videos schaffen Haupt- und Telekamera bis zu 8K mit 30 fps, in 4K sind bis zu 120 fps drin.

Software und KI: Gut, aber voll

Das X10 läuft mit ColorOS 17 auf Basis von Android 17. Wer Oppo kennt, findet sich sofort zurecht. Die Änderungen sind überschaubar: Die Google-Suchleiste sitzt jetzt ganz unten, und die klassische Seitenleiste wurde durch eine "Intelligente Seitenleiste" ersetzt, die an Samsung erinnert.

Der Dauerbrenner ist leider die Bloatware: Neben den Google-Apps stecken rund ein Dutzend Partner-Apps drauf, darunter Netflix, TikTok, Amazon, Spotify, Booking, LinkedIn, CapCut und Temu. Für diese Preisklasse ist das viel zu viel.

Spannender ist die KI. Oppo zwingt dir keinen Assistenten auf: Du hast die Wahl zwischen Gemini und ChatGPT. Dazu kommt der hauseigene Chatbot Mind Pilot, bei dem du zwischen Perplexity, Gemini und GPT wählen kannst. Neu ist ein "Agent-Framework", das auf Manus-Modellen oder GPT Agent aufbaut und komplexe Aufgaben auf dem Telefon erledigen soll. In der Fotos-App steckt ein KI-Editor mit Funktionen wie Neukomposition und einem Radiergummi.

Sound und Verbindung

Die zwei asymmetrischen Lautsprecher klingen ziemlich kräftig und mit breiter Bühne, die Bässe setzen ab etwa 50 Hz ein, die Mitten sind betont. Ein leichtes Ungleichgewicht zwischen unterem und oberem Lautsprecher bleibt, wird aber gut abgefangen. Serien schauen klappt also problemlos. Bluetooth 6.2 ist an Bord, außerdem drei Mikrofone und eine Funktion für klarere Stimmen bei Anrufen.

Fazit: Bis auf Kleinigkeiten richtig stark

Was bleibt? Das Find X10 ist ein rundes, selbstbewusstes Flaggschiff. Es überzeugt mit edlem Design, hervorragend kalibriertem und hellem Display, vielseitiger Kamera, sehr guter Ausdauer und stimmiger Leistung. Die Minuspunkte: die mittelmäßige Stabilität unter Dauerlast, die Flut an vorinstallierten Apps und das leichte Lautsprecher-Ungleichgewicht.

 

Das Find X10 ist kein Schnäppchen, aber ein Handy, das keine Rückschritte macht und in der Fotografie ganz weit vorne mitspielt. Wenn du ein Kamerahandy im handlichen Format willst, kannst du zuschlagen. Wenn nicht, lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz oder auf das günstiger werdende Vorjahresmodell.

Pro

•Edles Design und starke Verarbeitung (IP69)

•Hervorragend kalibriertes, helles 144-Hz-Display

•Vielseitiges Kamerasystem mit zwei 200-MP-Sensoren

•Sehr gute Akkulaufzeit, rund drei Tage im Alltag

•Schnelles Laden: voll in etwas über einer Stunde

Contra

• Preis: 200 Euro mehr als der Vorgänger

•Wird heiß, mittelmäßige Stabilität unter Dauerlast

•Viele vorinstallierte Partner-Apps

•Leichtes Ungleichgewicht bei den Lautsprechern

 

 

>>> So testet Tariftipp.de Smartphones

Im folgenden Videotest zeigen wir die Stärken und Schwächen des Oppo Find X10 und gehen ausführlich auf die Besonderheiten dieses Handys ein. Darunter folgen die Ausstattungsliste, Beispielbilder zum Download in voller Größe und ein Testvideo in der bestmöglichen Auflösung sowie die technischen Daten.
Oppo Find X10: Ausführliches Testvideo des Oppo Find X10 mit Stärken, Schwächen, Benchmarks und Wettbewerbsvergleich.
Dieses Video in HD ansehen.

 

Ausstattung des Oppo Find X10

Vorhandene Ausstattungsmerkmale

+ Schutz gegen Wasser/Staub: Ja
+ Metall- oder Glas-Design: Ja

+ Fingerabdrucksensor: Ja
+ Gesichtserkennung: Ja
+ OLED-Display: Ja
+ Wiederholrate 90 Hz oder besser: Ja
+ Allways-On Display: Ja

+ Hauptkamera mit mind. 3 Brennweiten: Ja
+ Autofokus per Laser/PDAF: Ja
+ Bildstabilisator (OIS oder EIS): Ja
+ Video in 4K: Ja

+ Akku schnellladbar: Ja
+ Akku kabellos (induktiv) laden: Ja

+ schnelles WLAN (Wi-Fi 6 ax): Ja
+ Speichererweiterung möglich: Ja
+ Dual-SIM: Ja
+ NFC: Ja
+ 5G: Ja
+ Stereo-Lausprecher: Ja
+ Klinkenanschluss: Ja
+ FM-Radio: Ja

Fehlende Ausstattungsmerkmale

- Schutz gegen Wasser/Staub: Nein
- Metall- oder Glas-Design: Nein

- Fingerabdrucksensor: Nein
- Gesichtserkennung: Nein
- OLED-Display: Nein
- Wiederholrate 90 Hz oder besser: Nein
- Allways-On Display: Nein

- Hauptkamera mit mind. 3 Brennweiten: Nein
- Autofokus per Laser/PDAF: Nein
- Bildstabilisator (OIS oder EIS): Nein
- Video in 4K: Nein

- Akku schnellladbar: Nein
- Akku kabellos laden: Nein

- schnelles WLAN (Wi-Fi 6 ax): Nein
- Speichererweiterung möglich: Nein
- Dual-SIM: Nein
- NFC: Nein
- 5G: Nein
- Stereo-Lausprecher: Nein
- Klinkenanschluss: Nein
- FM-Radio: Nein


Testbilder Oppo Find X10

Die folgenden Bilder wurden mit dem Oppo Find X10 aufgenommen.
Zum Download eines Originalfotos einfach das gewünschte Bild anklicken/antippen.

#HANDYIMG#

 

Technische Daten des Oppo Find X10

  • Daten und Messwerte

  • Oppo
  • Hersteller:
  • Find X10
  • Modell:
  • 29.10.2026
  • Testdatum:
  • 95,20 %
  • Gesamturteil:
  • 20,00 %
  • Preis/Leistung:
  • 1.299,00 €
  • UVP:
  • Gehäuse / Abmessungen
  • 156,5 / 74,30 / 8,35 mm
  • Maße (H/B/T):
  • 210 Gramm
  • Gewicht:
  • Ja
  • Wasser- Staubschutz:
  • Nein
  • Faltbares Handy:
  • Display
  • 1
  • Anzahl Displays:
  • AMOLED
  • Display-Technik:
  • 6,6 Zoll
  • Bilddiagonale:
  • 20 : 9
  • Displayformat:
  • 2768 x 1272 Pixel
  • Displayauflösung:
  • 462 ppi
  • Pixeldichte:
  • 91,70 %
  • Screen to Body Ratio:
  • 2.000 cd/m2
  • Helligkeit:
  • max. 144 Hz
  • Wiederholrate:
  • Prozessor / Speicher
  • MediaTek Dimensity 9600M
  • Prozessor:
  • 8
  • CPU-Kerne:
  • 4,21 GHz
  • CPU-Taktung:
  • 12 GB
  • Arbeitsspeicher:
  • 512 GB
  • Speicher intern:
  • max. 0 GB
  • Speicher-Erweiterung:
  • 3.347.170 Punkte
  • Antutu-Benchmark:
  • Akku
  • 7.150 mAh
  • Akkukapazität:
  • 1.300 Min.
  • Akkulaufzeit:
  • Nein
  • Akku austauschbar:
  • Ja
  • Schnelladen:
  • 80 Watt
  • Netzteil:
  • Ja
  • Induktives Laden:
  • Foto / Video
  • 200 Megapixel
  • Hauptkamera:
  • Standard / Weitwinkel / Tele
  • Brennweiten:
  • 50 Megapixel
  • Frontkamera:
  • max. 7680 x 4320 Pixel
  • Videoauflösung:
  • f/1,6
  • Blende:
  • Ja
  • opt. Bild-Stabilisator:
  • Netze/Funk/SIM
  • 2.000/200 MBit/s
  • 4G LTE:
  • Ja
  • 5G:
  • 6,2
  • Bluetooth:
  • Ja
  • NFC:
  • WiFi 7
  • WLAN-Typ:
  • Nano-SIM
  • SIM-Kartentyp:
  • Ja
  • Dual-SIM:
  • sonstige Ausstattung
  • Android 17
  • Betriebssystem:
  • Ja
  • Fingerabdruck-Sensor:
  • C
  • USB-Typ:
  • Nein
  • FM-Radio:
  • Ja
  • Stereo-Lautsprecher:
  • Nein
  • Kopfhörer-Klinkenanschluss:
  • Strahlungswert (W/kg):