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03.09.2005 Handy, Schnurlos & Co: Ärzte warnen vor Langzeitfolgen


Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) weist darauf hin, dass die weite Verbreitung von Technologien zur mobilen Kommunikation nicht nur Vorteile, sondern auch eine Reihe von Nachteilen mit sich bringt. Diese seien nach Ansicht der ÖÄK in Anbetracht der Tragweite für die Gesundheit des Einzelnen und der Gesellschaft noch viel zu wenig beachtet.

Die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Daten und Beobachtungen zahlreicher medizinischer Experten zeigen auf allen naturwissenschaftlichen Nachweisebenen Schädigungen der Erbsubstanz bzw. ein erhöhtes Risiko für gewisse Tumore nach langjähriger Verwendung von analogen und digitalen Handys sowie von Schnurlostelefonen. Erstmals wurde dies auch in breit angelegten epidemiologischen Untersuchungen am Menschen und nicht nur in Zell- und Tierversuchen nachgewiesen.

Ferner zeigen erste Ergebnisse epidemiologischer Untersuchungen zu den Auswirkungen bei Handymasten und den Basisstationen von DECT-Schnurlostelefonen zum Teil deutliche Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit. Anwohner von Handymasten leiden unter anderem vermehrt unter Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Energielosigkeit und Depressionen.

Die ÖÄK rate daher für Telefonate zu Hause Schnurtelefone zu verwenden und bei Kindern grundsätzlich auf Funktelefone zu verzichten. Besonders wichtig ist daher „die Frage eines effektiven vorbeugenden Gesundheitsschutzes bei Handymasten und anderen Dauersendern. Es kann nicht sein, dass alle paar Jahre weitere Funksysteme wie GSM, DECT, UMTS, WLAN, WIMAX etc. eingeführt werden und parallel dazu Vorsorgemaßnahmen und notwendige Forschungsanstrengungen unterbleiben.“, sorgt sich der Referent für Umweltmedizin der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Gerd Oberfeld.
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