Schneller surfen mit ADSL2+
Bei ADSL handelt es sich um eine asymmetrische DSL-Variante, das heißt, Downloads gehen schneller von statten als Uploads. Dank eines Splitter, der Sprach- und Datendienste in unterschiedliche Frequenzen einteilt, kann man gleichzeitig surfen und telefonieren. Mit ADSL werden maximal 8 Mbit/s im Downstream und 768 Kbit/s im Upstream erreicht. Standard bei den Anbietern sind allerdings ein bis drei Mbit/s.
Mit ADSL2+ sind theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 25 Mbit/s im Down- und 3,5 Mbit/s im Upstream möglich. Angeboten werden hauptsächlich Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s. Knackpunkt ist die Entfernung von der Vermittlungsstelle. Eine Distanz von 1,5 bis 3 Kilometer ist hier das Maximum. Danach lässt sich ADSL2+ nicht mehr realisieren, da die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten mit zunehmender Entfernung von der Vermittlungsstelle abnimmt. Deswegen wird der neue Standard hauptsächlich in Großstädten angeboten.
Einsatz
ADSL2+ dient im Wesentlichen dazu, Dateien und Multimediadaten schneller aus dem Internet auf den heimischen PC zu übertragen. Beispielsweise kann bei einer Bandbreite von 16 Mbit/s eine MP3-Song mit einer Größe von 5 MB in rund 3 Sekunden herunter geladen werden und damit 250 mal schneller als über ISDN.
Hohe Bandbreiten werden vor allem gebraucht, wenn man Dienste wie Triple Play (HDTV-Fernsehen, Internet und Telefonie aus einer DSL-Leitung) und Video on Demand nutzen möchte. Der schnelle Download und Upload von Daten kommt auch der Qualität von VoIP-Gesprächen zugute. Somit könnten herkömmliche Fernseh- und Telefonanschlüsse überflüssig werden.
Ein weiterer Vorteil von ADSL2+ gegenüber dem herkömmlichen DSL-Anschluss ergibt sich, wenn mehrere User sich einen DSL-Anschluss teilen und auch parallel einen VoIP-Anschluss über mehrere Nebenstellen nutzen.
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