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Telekom kündigt 20.000 Kunden den Vertrag

09.08.2017 von

TelekomDie Telekom will ganze Bereiche auf IP umstellen. Für ISDN/PSTN Kunden, die sich nicht bei der Telekom gemeldet haben, bedeutet dies eine harte Migration bzw. die Kündigung des Vertrags.

Das Internet ist ein internationales Medium. Damit es bei der Übertragung von Daten, Filmen, Musik, Kommunikation zu keinen Problemen kommt, braucht es quasi eine einheitliche Sprache. Aktuell ist das das IP-Protokoll, über das alle Verbindungen aufgebaut werden. Doch manche Geräte und Anschlüsse kommunizieren nicht über das IP-Protokoll, sondern beispielsweise ISDN. Die Telekom möchte das ändern und hat sich für 2018 die vollständige Umstellung auf IP-basierte Verbindungen vorgenommen. Für manche Nutzer der Telekom kam dieser Schritt jetzt vielleicht etwas plötzlich.

Im zweiten Quartal hat die Telekom 20.000 ihrer Kunden den Vertrag gekündigt. Der Grund dafür ist die IP-Migration. Laut der Telekom auf Nachfrage von Golem.de, müssen die Verträge angepasst werden. Viele Kunden haben außerdem in den Wochen zuvor nicht auf Anschreiben zur IP-Umstellung reagiert. Die Telekom müsse die Verträge der Kunden kündigen, weil die zuvor vereinbarten Leistungen nicht mehr zugesichert werden können. Dieses Vorhaben wird auch harte Migration genannt.

Der Finanzchef der Telekom Thomas Dannenfeldt hat sich bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse auch zu den rückläufigen Zahlen geäußert. Er betonte, dass das rückläufige Wachstum der Breitband-Anschlüsse auf die harte Migration zurückzuführen sei. Ohne diese Migration würde man auf dem Niveau des Vergleichszeitraums bleiben in puncto Breitband-Kunden.

Betroffen von der harten Migration sind alle Kunden, die nach wie vor einen PSTN/ISDN Anschluss nutzen. Also falls sie Telekom Kunde sind und kein Internet mehr haben, wird es vielleicht daran liegen.