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EU-Kommission: Roaming-Gebühren bis 2016 abschaffen

12.09.2013 von

Die EU-Kommission möchte die Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union bis zum Jahr 2016 abschaffen und hat hierzu nun einen konkreten Fahrplan vorgelegt.

Die Höchstgrenze für Roaming-Gebühren beträgt in der EU zurzeit 28 Cent pro Gesprächsminute, neun Cent pro SMS und 53 Cent pro Megabyte Datenvolumen. Bis zum Jahr 2016 sollen die Roaming-Gebühren nach dem Willen der EU-Kommission sukzessive gesenkt und schließlich ganz abgeschafft werden.

Wie die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes laut einem Bericht der Deutschen Welle in Brüssel sagte, dürften in einem gemeinsamen europäischen Markt auch bei der Telekommunikation nationale Grenzen keine Rolle mehr spielen.

Die Mehrkosten, die einem Mobilfunkanbieter entstünden, wenn ein Kunde über eine Landesgrenze hinweg telefoniere, seien schon jetzt so gering, dass es für Roaming-Gebühren keine wirtschaftlichen Gründe gebe.

Außerdem möchte die EU-Kommission die Mobilfunk-Provider dazu zwingen, ihren Kunden mehr Wahlfreiheit zu lassen. Im Ausland solle jeder EU-Bürger mit seinem Handy das günstigste Angebot nutzen dürfen, egal, ob es vom eigenen Vertragspartner oder einem Konkurrenten stamme. Dieser Anbieterwechsel müsste dann unkompliziert möglich sein, d.h. der Handy-Nutzer dürfte dazu nicht die SIM-Karte seines Telefons wechseln müssen.

Sollten die Pläne der EU-Kommission umgesetzt werden, müssten die Mobilfunk-Provider auf pauschale Roaming-Gebühren komplett verzichten. Sie könnten dem Kunden nur noch die tatsächlich entstehenden Roaming-Mehrkosten in Rechnung stellen.

Um die Roaming-Optionen der deutschen Mobilfunk-Provider zu vergleichen, werfen Sie einen Blick auf unsere Rubrik „Im Ausland“.

 

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