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Hacker sind für massive Telekom Störung verantwortlich

29.11.2016 von

Telekom900.000 Router hatten am Sonntag keinen Zugriff auf das Internet. Schuld daran seien Hacker, die nicht die Telekom, sondern die Router selbst angegriffen haben.

Sonntag und Montag liefen die Service-Hotlines der Telekom heiß. 900.000 Router der Telekom hatten kein Zugang mehr zum Internet, Fernsehen und Telefon. Offenbar hatten die Router Identifizierungsprobleme bei der Einwahl. Mit einem Software Update konnten sich die Router, nach einem Neustart, bereits am Montag Morgen wieder ins Internet einwählen. Die Telekom prüfte gestern, ob die Ursache bei einem Hackerangriff lag. Tatsächlich scheinen Hacker für die Störungen verantwortlich gewesen zu sein.

Anders als man im ersten Moment denken mag, wurde nicht die Telekom gehackt, sondern die Router selbst. Wie ist das möglich, denn eigentlich sollte von außen nur der Provider Zugriff auf den Router haben. Die Hacker haben ein sogenanntes Fernwartungsprotokoll genutzt. Dieses Fernwartungsprotokoll ist dafür da, um bei Störungen oder Problemen einem Techniker Zugriff auf den Router zu ermöglichen. Eigentlich haben auch nur die Techniker Zugriff auf diese Schnittstelle.

Doch in diesem Fall konnten die Hacker nicht nur die Router über diese Schnittstelle erreichen, sondern auch ohne Authentifizierung auf die über 900.000 Router zu greifen.

Die Folgen haben diverse Telekom Kunden am Sonntag und Montag erleben müssen. Eine Schadsoftware hat die Router vom Netz getrennt und die Einwahl blockiert. Eigentlich dürften solche Sicherheitslücken überhaupt nicht entstehen, aber in diesem Fall hatte die Telekom die Lücke einfach versäumt. Vielleicht auch der Moment sich von dem Telekom Route zu verabschieden und auf einen eigenen Router zu setzen. Denn der Routerzwang ist seit diesem Jahr Vergangenheit.