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Anruf-Abzocke: Verbraucherzentrale warnt vor falschen Staatsanwälten

07.04.2013 von

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Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor Anrufen angeblicher Staatsanwälte, Notare, Rechtsanwälte, Verbraucherschützer oder deren Mitarbeiter. Wahrheitswidrig behaupten sie, man schulde mehrere tausend Euro aus einem Gewinnspieldienst. Auf das trügerische Angebot, sich durch eine Teilzahlung oder den Bezug eines Zeitschriftenabonnements freizukaufen, sollten Betroffene nicht eingehen.

Die Belästigung von Verbraucherinnen und Verbrauchern am Telefon nimmt kein Ende. Aktuell erhält die Verbraucherzentrale zahlreiche Beschwerden zu dieser Masche. Den Angerufenen wird vorgespiegelt, sie hätten aufgrund eines vermeintlich bestehenden Gewinnspielvertrages noch eine Forderung von mehreren tausend Euro zu begleichen. Der Betrag sei so hoch, da sie über mehrere Jahre hinweg keine Zahlung geleistet hätten. Die Angelegenheit würde deswegen bereits von der Staatsanwaltschaft verfolgt.

Wer nicht zahlt, müsse in den nächsten Tagen mit einem Besuch von der Polizei oder einem Gerichtsvollzieher rechnen. Dann wird den angerufenen Opfern ein scheinbar großzügiges Angebot unterbreitet. Nach der Überweisung eines Teilbetrages, meist um 200 Euro, oder nach Bestellung eines Zeitschriftenabonnements habe sich die Angelegenheit vollständig erledigt.

„Betroffene sollten den Anrufern keinen Glauben schenken", rät Christian Gollner, Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Die falschen Staatsanwälte, Notare, Anwälte und Verbraucherschützer treten am Telefon völlig glaubwürdig und überzeugend auf, doch gerade das ist Teil der Masche."