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Smartphone am Fahrradlenker: Strafen sollen strenger werden

13.12.2016 von

Fahrradfahrer müssen in Zukunft ihr Fahrverhalten überdenken. Das Smartphone am Lenker soll in den Niederlanden verboten und in Deutschland strenger bestraft werden.

Als Fahrradfahrer fühlt man sich oft vogelfrei. In einer perfekten Symbiose aus Rad-, Fußgängerweg und Straße werden Ampeln und Wartezeiten umfahren. Doch dass die Straßenverkehrsordnung auch für Fahrradfahrer gilt, merkt man meistens erst im Dialog mit der Polizei. Ein immer wieder beliebtes Problem ist das Smartphone am Lenker. Mit einem Auge auf der Straßen, mit dem anderen auf WhatsApp oder Google Maps.

Sowohl in Deutschland als auch in der Hochburg des Drahtesels den Niederlanden wird jetzt über ein Verbot oder zumindest die Verschärfung der Strafen diskutiert. In den Niederlanden kündigte die Infrastrukturministerin Melanie Schultz van Haegen ein Verbot für das Smartphone am Fahrradlenker an. So soll die Nutzung des Smartphones, während der Fahrt verboten werden. Das bedeutet kein Versenden von Nachrichten oder Spielen. Dabei ist es egal, ob das Smartphone in der Hand liegt oder Lenker befestigt ist. Lediglich eine Freisprecheinrichtung soll erlaubt bleiben.

Auch in Deutschland sieht es ähnlich aus. So müssen Radfahrer, die sich während der Fahrt mit ihrem Smartphone ablenken, mit härteren Strafen rechnen. Nach dem Plan von Verkehrsminister Alexander Dobrindt soll das Bußgeld von 25 Euro auf 55 Euro steigen, für die, die während der Fahrt auf dem Smartphone tippen oder im Internet surfen. Der Plan schließt alle Geräte ein auch eBook Reader und Tablets. Auch in Deutschland sollen nur die akustischen Funktionen wie die Sprachsteuerung oder der Vorlese-Modus erlaubt bleiben.

Besonders in den Niederland seien 20 Prozent der Unfälle von jüngeren Radfahrern auf die Benutzung des Telefons zurückzuführen. Gerade in den Niederlanden wo die jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren im Jahr 2000 Kilometer fahren, sei eine solche Regelung sinnvoll. Aber auch in Deutschland greifen immer mehr zum Fahrrad.

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